Dreibeinlauf: Regeln, faire Paare, Bahnen und Sicherheit

Der Dreibeinlauf ist ein Klassiker bei Sportfesten in der Schule und bei Sommerfesten. Gelaufen wird zu zweit, Seite an Seite, wobei das innere Bein des einen an das innere Bein des anderen gebunden ist. Zusammen haben die beiden also drei Beine. Meist gewinnt nicht das Paar mit dem schnellsten Läufer, sondern das Paar, das am besten zusammenarbeitet. Hier findest du die Regeln, einen fairen Weg, Partner und Bahnen auszuwählen, und Tipps, wie der Lauf sicher bleibt.

Was du brauchst

  • Pro Paar ein weiches Tuch, einen Stoffstreifen, eine elastische Schlaufe oder ein spezielles Band für den Dreibeinlauf. Verzichte auf Seil oder Schnur, denn beides kann in die Haut einschneiden.
  • Eine ebene Rasenstrecke, für Kinder etwa 15 bis 30 Meter lang.
  • Eine Startlinie, eine Ziellinie und etwa zwei Meter breite Bahnen, eine für jedes Paar.
  • Jemanden, der das Startsignal gibt, und wenn möglich einen Schiedsrichter an der Ziellinie.

Regeln

  1. Die Spieler bilden Paare und stellen sich Seite an Seite hinter die Startlinie.
  2. Jedes Paar bindet das linke Bein des rechten Spielers an das rechte Bein des linken Spielers, am Knöchel oder knapp unter dem Knie.
  3. Bei „Auf die Plätze, fertig, los!“ laufen, gehen oder hüpfen die Paare zur Ziellinie.
  4. Löst sich die Verbindung, bleibt das Paar stehen, bindet sich neu zusammen und läuft von genau dieser Stelle weiter.
  5. Es gewinnt das erste Paar, das mit beiden Spielern, noch immer zusammengebunden, die Ziellinie überquert.
  6. Die Paare bleiben auf ihrer eigenen Bahn und dürfen andere Paare weder schubsen noch blockieren.

Ein Tipp, den man weitergeben sollte: Paare sind schneller, wenn sie sich vor dem Start auf einen Rhythmus einigen, zum Beispiel mit dem Ruf „innen, außen, innen, außen“. Bei „innen“ machen die zusammengebundenen Beine gemeinsam einen Schritt.

Faire Paare

Ein Dreibeinlauf klappt am besten, wenn die Partner ungefähr gleich groß sind, weil dann ihre Schritte zusammenpassen. Wählen die Kinder ihre Partner aber selbst, bleibt jemand allein übrig, und Freunde tun sich immer zusammen. Ein fairer Mittelweg: Stell die Kinder der Größe nach in eine Reihe, teile die Reihe in kleine Gruppen von vier bis sechs Kindern und lose dann innerhalb jeder Gruppe die Paare mit dem Namen-Zufallsgenerator aus. Die Partner sind trotzdem ähnlich groß, aber niemand wählt aus.

Schon in einer kleinen Gruppe sorgt die Auslosung für viel Abwechslung. Die Tabelle zeigt, auf wie viele verschiedene Arten sich eine Gruppe in Paare aufteilen lässt und wie wahrscheinlich es ist, dass zwei bestimmte Kinder zusammenkommen:

Wie viele Arten es gibt, eine Gruppe in Paare aufzuteilen, und die Chance, dass zwei bestimmte Kinder ein Paar werden
KinderAufteilungenChance
4333 %
61520 %
810514 %
1094511 %
20654.729.0755 %

In einer Sechsergruppe gibt es also 15 mögliche Aufteilungen in Paare, und zwei beliebige Kinder werden mit einer Wahrscheinlichkeit von einem Fünftel Partner. Lost man eine Klasse mit 20 Kindern auf einmal aus, geht die Zahl der möglichen Paarungen in die Hunderte von Millionen. Wer zuerst nach Größe gruppiert, hält die Paare ausgeglichen, während die Auslosung innerhalb jeder Gruppe zufällig bleibt.

Faire Bahnen und Vorläufe

Die äußeren Bahnen sind oft holpriger oder näher an den Zuschauern. Damit sie fair verteilt werden, nummeriere die Bahnen und lass jedes Paar mit dem Zufallszahlengenerator eine Bahn ziehen. Gibt es mehr Paare als Bahnen, veranstalte Vorläufe: Verteile die Paare zufällig auf die Vorläufe und schick die Sieger jedes Vorlaufs ins Finale, wie bei unserem Eierlauf.

Sicherheit

  • Binde die Beine fest, aber nicht zu eng, sodass zwei Finger unter die Verbindung passen.
  • Nimm einen weichen, breiten Stoff, niemals dünne Schnur oder Seil.
  • Lauft auf Rasen, nicht auf Beton, denn Paare fallen oft hin.
  • Bring den Paaren bei, gemeinsam nach vorn auf die Hände zu fallen und langsam wieder aufzustehen.
  • Halte den Lauf für jüngere Kinder kurz und sorge dafür, dass ein Erwachsener bereitsteht, um ein gestürztes Paar loszubinden.

Varianten

  • Vierbeinlauf: Drei Spieler werden zusammengebunden, das ist noch schwerer und noch lustiger.
  • Eltern-Kind-Lauf: ein beliebter Abschluss eines Sportfests.
  • Staffel: Die Paare laufen bis zu einem Hütchen und zurück und schlagen dann das nächste Paar ihres Teams ab.
  • Dreibeinlauf mit Hindernissen: Unterwegs müssen die Paare über niedrige Hürden steigen oder um Hütchen herumlaufen.
  • Blind gelenkt: Nur für ältere Spieler; ein Partner trägt eine Augenbinde, der andere gibt Anweisungen, auf einer kurzen Strecke mit weichem Boden.

Der Dreibeinlauf passt gut in einen Tag voller Spiele für den Kindergeburtstag, gefolgt von einer Runde Tauziehen.

Auch das Sackhüpfen ist ein Klassiker beim Sportfest, und seine Vorläufe lassen sich genauso fair einteilen.

FAQ

Wie bindet man beim Dreibeinlauf die Beine zusammen?

Binde das innere Bein der beiden Partner am Knöchel oder knapp unter dem Knie mit einem weichen Tuch oder einem Band für den Lauf zusammen. Die Verbindung sollte fest sitzen, aber zwei Finger müssen noch darunter passen.

Was ist der Trick, um einen Dreibeinlauf zu gewinnen?

Partner mit ähnlicher Größe, die sich vor dem Start auf einen Rhythmus einigen, etwa bei jedem Zählen zuerst mit den zusammengebundenen Beinen zu treten, schlagen meist schnellere Läufer, die aus dem Tritt kommen.

Wie lang sollte ein Dreibeinlauf sein?

Für Kinder reichen etwa 15 bis 30 Meter. Längere Läufe führen zu mehr Stürzen und müden Spielern.

Wie findet man faire Paare für den Dreibeinlauf?

Teile die Kinder nach Größe in Gruppen ein und lose dann innerhalb jeder Gruppe die Paare aus. Die Partner passen trotzdem in der Größe zusammen, aber niemand wählt seinen Partner selbst oder bleibt übrig.

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