Simon sagt Spiel: Regeln, Befehle und Varianten

Simon sagt ist ein Zuhörspiel für Gruppen: Ein Spielleiter namens Simon gibt Befehle, und die Mitspieler dürfen nur die befolgen, die mit „Simon sagt“ beginnen. Wer einen Befehl ohne diese Worte ausführt oder einen echten nicht befolgt, scheidet aus. Man braucht kein Material, und das Spiel passt für fast jedes Alter.

Was ihr braucht

  • Einen Spielleiter (Simon) und mindestens 3 Mitspieler; es klappt auch mit einer ganzen Klasse.
  • Genug Platz, um die Arme zu bewegen und zu springen.
  • Sonst nichts.

So wird gespielt

  1. Simon wählen. Bestimmt den ersten Spielleiter, zum Beispiel mit einem Namen-Zufallsgenerator.
  2. Aufstellen. Die Mitspieler stehen Simon gegenüber, mit genug Platz zum Bewegen.
  3. Befehle geben. Simon ruft Aktionen wie „Simon sagt: Fasst euch an die Nase“ oder „Simon sagt: Hüpft auf einem Bein“. Die Mitspieler führen sie aus.
  4. Fallen stellen. Ab und zu gibt Simon einen Befehl ohne „Simon sagt“, etwa „Klatscht in die Hände!“. Wer das macht, scheidet aus.
  5. Gewinnen. Wer als Letzter übrig bleibt, gewinnt und ist oft der nächste Simon.

Warum so schnell Spieler ausscheiden

Jeder Fallenbefehl ist eine neue Chance, sich zu vertun. Ein einfaches Beispiel: Fällt ein Spieler in 10 % oder 20 % der Fälle auf eine Falle herein, sinkt die Chance, mehrere Fallen zu überstehen, schnell:

Fallen10 % Fehler20 % Fehler
373 %51 %
559 %33 %
1035 %11 %
2012 %1 %

Diese Zahlen sind Beispiele, keine Messungen. Sie zeigen, warum eine Runde selten länger als ein paar Minuten dauert und warum Simon es kleinen Kindern leichter machen kann: weniger Fallen, mehr echte Befehle.

Tricks, die es schwerer machen

  • Mach, was ich mache: Simon macht eine Bewegung, sagt aber eine andere an, fasst sich zum Beispiel ans Ohr und sagt dabei „Simon sagt: Fasst euch an die Nase“.
  • Tempo: Gib die Befehle immer schneller.
  • Simon sagte: „Simon sagte“ oder „Simone sagt“ zählt nicht.
  • Rückgängig: Nach „Simon sagt: Arme hoch“ sagst du ohne Simon „Arme runter“.

Sanfte Varianten für kleine Kinder

  • Ohne Ausscheiden: Wer sich vertut, macht eine lustige Aufgabe, zum Beispiel eine Drehung, und bleibt im Spiel.
  • Helfer: Wer ausgeschieden ist, wird Simons Helfer und achtet auf Fehler.
  • Punkte: Jeder Fehler kostet einen Punkt statt des Platzes im Spiel.
  • Zufällige Befehle: Schreibt Aktionen auf ein Rad und dreht das Glücksrad, um die nächste auszuwählen; so gehen Simon nie die Ideen aus.

Im Unterricht

  • Eine kurze Pause zwischen den Stunden, damit sich die Kinder bewegen.
  • Sprachübung: Körperteile, Richtungen oder Zahlen in der Sprache, die gerade gelernt wird.
  • Zuhörübung: Die Kinder lernen, die ganze Anweisung abzuwarten.

Für ein Spiel mit derselben Idee von Anhalten und Erstarren, aber mit mehr Rennen, probiert Rotes Licht, grünes Licht.

Woher das Spiel kommt

Das Spiel, auf Englisch Simon Says, wird in vielen Ländern unter eigenen Namen gespielt, oft mit einem einheimischen Namen statt Simon. Woher es genau stammt, ist nicht überliefert. Weitere Bewegungsspiele für Gruppen: Reise nach Jerusalem, Heiße Kartoffel und unsere Liste mit Spielen für den Kindergeburtstag.

Für ein Nachmachspiel, bei dem die Kinder herumlaufen statt stehen zu bleiben, probiert Folge dem Anführer: Alle machen nach, was das Kind vorne macht.

FAQ

Wie spielt man Simon sagt?

Ein Spielleiter gibt Befehle. Die Mitspieler befolgen nur Befehle, die mit „Simon sagt“ beginnen. Wer einen Befehl ohne diese Worte ausführt oder einen echten verpasst, scheidet aus. Wer zuletzt übrig ist, gewinnt.

Welche Befehle eignen sich für Simon sagt?

Fasst euch an die Nase, hüpft auf einem Bein, klopft euch auf den Kopf, dreht euch um, klatscht zweimal, steht still wie eine Statue, winkt mit der linken Hand.

Wie macht man Simon sagt schwieriger?

Werde schneller, gib öfter Befehle ohne „Simon sagt“ oder mach eine Bewegung, während du eine andere ansagst.

Wie spielt man Simon sagt, ohne dass jemand ausscheidet?

Wer sich vertut, macht schnell eine kleine Aufgabe oder verliert einen Punkt und bleibt im Spiel.

Ab welchem Alter ist Simon sagt geeignet?

Mit einfachen Befehlen klappt es ab etwa 3 Jahren, und ältere Kinder mögen die schnelleren, kniffligeren Varianten.

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